- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
 
Gefördert durch den Europäischen Sozialfonds:
 
   

SELBSTÄNDIGKEIT

Ein Unternehmen gründen ist nicht sehr schwierig. Wer es einmal ausprobiert hat, merkt, wie wenig „Papierkram“ eigentlich dahinter steckt. Und dennoch gibt es nur sehr wenige Menschen, die diesen Schritt gehen: In Deutschland sind das gerade mal 4% der über 18-Jährigen. Und seit Jahren wird der Anteil der jungen Gründer geringer. Die meisten Menschen geben in Umfragen an, dass sie Angst vor dem Scheitern haben. Das sind in Deutschland allerdings relativ viele. Aber ist die Festanstellung immer die beste und realistischste Lösung? Warum nicht über die Selbständigkeit nachdenken?

DIE EIGENEN ZIELE IM MITTELPUNKT

Der Kern einer neuen Gründung ist die Gründerpersönlichkeit. Sie muss herausfinden, was ihr wichtig im Leben ist. Daraus ergibt sich eine Vision davon, was man in der Zukunft erreichen möchte.

"Ich hatte von Anfang an eine Vision, wie die Schule am Ende aussehen soll. Ich war mir bewusst, dass das mit knappen Mitteln
nur Schritt für Schritt zu erreichen ist." Anna Weise

Das wirtschaftliche Know-How, das man darüberhinaus benötigt, ist das Mittel zum Zweck. Existenzgründung kann man lernen, dafür gibt es viele Gründerkurse. Die Suche nach dem, was man in sich trägt, muss in Eigenregie erfolgen. Andererseits: Sollten das nicht auch Angestellte tun?

MIGRANTINNEN UND MIGRANTEN ALS UNTERNEHMER: NETZE NUTZEN

Migranten sind gründungsfreudiger als Nicht-Migranten. Das hat mehrere Gründe: Zum Einen finden sie oft schlechtere Arbeitsmarktchancen vor, so ist die Selbständigkeit eine Möglichkeit, diesen Nachteil zu umgehen. Zum Anderen sind sie gut in verschiedene Netzwerke eingebunden. Über Familie, Freunde und Bekannte kennen sie Unternehmer, -innen und nehmen sie als Vorbilder wahr. Zudem suchen sie den Kontakt zu anderen, sind mobil – und haben innovative Geschäftsideen, so der Global Entrepreneurship Report. Nicht zuletzt besitzen sie oft etwas, was andere erst mühsam erlernen müssen: die interkuturelle Kompetenz.

BERATUNG UND IDEEN FINDEN

Eine Vielzahl von Angeboten informiert über Existenzgründungen. Hier sollen einige genannt werden, die wir für richtig gut halten. Also eine kleine Auswahl:

Portal zur Existenzgründung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie: www.existenzgruender.de

Industrie und Handelskammer in Berlin: www.ihk-berlin.de/starthilfe mit einer guten Einführung in die Selbständigenwelt: IHK-Existenzgründungsbroschüre.

Das Internetportal www.gruenden-in-berlin.de gibt Ihnen einen Überblick über das Berliner Gründernetzwerk und dessen Angebote.

Initiative Selbständiger Immigrantinnen e.V. ist ein Verein, der Migrantinnen bei der Unternehmensgründung hilft: www.isi-ev.de

In Berlin sind Deutsche Gründer- und Unternehmertage ein guter Ort um sich umfangreich und gezielt zu informieren: www.degut.de

VorBILDER

Selbständige Migrantinnen im Portrait | Fotos von Kamila Zimmermann